Radiomacher

By admin

„Wir sind eine Gruppe von jungen Alten der Generation 50 +….“ So beginnt die Einleitung der ersten Radiosendung,  die von der Radiowerkstatt 50+live produziert wurde. Die erste Sendung wurde am Montag, den 17. Juni  2013 im Rahmen des Bürgerfunks auf der Frequenz von Radio Emscher Lippe gesendet. Thematisch wurde die Stellung des Musiktheaters im Revier im Kontext mit der freien Kulturszene in Gelsenkirchen behandelt. Alle Beiträge und auch die komplette Sendung kann auf der Webseite angehört und heruntergeladen werden.

„Wir möchten uns mit Themen zu Wort melden, die eigentlich auf die Agenda gehören aber unserer Meinung nach zu wenig Beachtung finden…“ Das war unsere Motivation für die Gründung einer Radiowerkstatt. Darum haben wir uns jede Woche mit dem Journalisten Michael Voregger im Login der VHS getroffen, um unter seiner geduldigen Anleitung eine Radiosendung zu produzieren. Gestartet wurde  mit der Themensuche. Dann mussten Konzepte geschrieben, Rollen verteilt und weitere unbekannte Fertigkeiten erlernt werden. Unser Respekt vor den Medienvertretern wuchs ins Unermessliche. „BANGE MACHEN GILT NICHT!“ heißt es. Nach diesem Motto haben wir uns in kleinen Schritten herangetastet.

Interviews üben
Ganz einfach – oder? Da ist das Mikrofon, das auch nach Befolgung aller Vorschriften ein Eigenleben entwickelt. Das heißt: Das Ding nimmt auf,  wann es will und was es will. Dazu grundsätzlich alles, was der Akteur nicht will. Zum Beispiel: Das nervöse Klicken mit dem Kugelschreiber während des Interviews und das zustimmende oder ablehnende Knurren des Interviewers zu den Aussagen des Befragten. Höchst ärgerlich sind auch die Klingeltöne des Handys, welches man natürlich vergessen hatte  auszuschalten. Noch unpassender sind die Flüche am Ende der Tonaufnahme, wenn man beim Abhören feststellen muss, dass beim Beginn des Interviews vergessen wurde, auf den Startknopf zu drücken.

Abhören der Tonaufnahmen
Dabei wurde der Inhalt bewertet und die Störgeräusche markiert. Dazu kam noch ein unerwartetes Problem: Wir mussten lernen,  die eigene Stimme zu akzeptieren! Total fremd, es war sehr gewöhnungsbedürftig, sich selber zu hören.

Schneiden der Tonbandaufnahmen
Die Interviews mussten in der Länge an die Sendezeit angepasst werden. Jeder Interviewer hat um jede Minute Redezeit seines Gesprächspartners gekämpft und jeder hat verloren. Das Zeitdiktat einer Sendung ist unerbittlich.

Redaktionskonferenz
Wie groß soll der Anteil der Redebeiträge sein?  Welche Aussagen sind uns besonders wichtig? In welcher Reihenfolge sollen sie platziert werden? Welche Übergänge müssen gesprochen werden? Welche Musik soll gespielt werden?

Technische Bearbeitung
Das hieß, ein spezielles Schneideprogramm für Tonaufnahmen ist auf dem häuslichen Computer zu installieren und dann mit Übungsprogrammen die Schnitttechnik üben, üben, üben…  Der Sendetermin war geplant für Dezember 2012. Mehr als optimistisch wie sich zeigen sollte. Das Redaktionsteam hatte mit Ausfallzeiten durch Krankheit und persönliche Schicksalsschläge zu kämpfen. Leider hat sich dadurch das Team auch zahlenmäßig reduziert. Allen Widrigkeiten zum Trotz wurde die Sendung fertig – sechs Monate später als geplant.

Besonders stolz  waren wir, dass der Mitbegründer des Consol Theaters Herr Michael Gees extra für unsere Sendung drei kurze Klavierstücke komponiert hat. In der Produktionszeit hat sich ein hoch motiviertes Radioteam zusammen gefunden. Es setzt sich zusammen aus Mitgliedern der SENA- und ZWAR-Gruppen in Gelsenkirchen. Michael Schwark, Tomas Grohe, Ursula Junker-Klapdor, Ingrid Husmann, Monika SoRadiomachermmer-Kensche und Christina Drache haben Zukunftspläne. Sie wollen weiter regelmäßig Sendungen produzieren, das Team erweitern und eine eigene Internetseite fest einrichten. Natürlich zusammen mit dem Journalisten  Michael Voregger, der auch nach diesem halben Jahr weiter als Moderator mit dem Team arbeiten möchte.

Für uns alle war der Spaßfaktor sehr hoch. Wir haben viele neue Fertigkeiten gelernt, ungeahnte Fähigkeiten in uns entdeckt und uns bei der Arbeit im Team schätzen gelernt. Alle  wollen weiter machen!!! Alt, bissig und kommunikativ – so, wie wir uns heute als Generation 50+ live verstehen! Haben wir Sie neugierig gemacht? Möchten Sie uns und unsere Arbeit kennen lernen? Kommen Sie doch einfach einmal vorbei! Treffpunkt ist das Login in der obersten Etage der VHS an jedem Donnerstag von 14 Uhr bis ca. 16 Uhr. Wir würden uns über Verstärkung sehr freuen!

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